Zielgruppen

von Heike Hiller

sind oft klar definiert.

Ich kenne das - leider schon seit Jahren. Da gibt es in einem Unternehmen klare Vorstellungen von der Zielgruppe. Man arbeitet sogar eng mit dieser zusammen. Steht mit den wichtigsten Kunden in gutem Kontakt um nicht an deren täglichen Business vorbeizuarbeiten.

Hervorragend!

Und dann? Geht dieser lobenswerte Ansatz - und auch Anspruch an sich selbst - bei der Kommunikation nach draußen wieder völlig verloren! Warum - um Himmelswillen! - schreibt da ein Entwickler den Text über eine Software, an der er selbst mitgearbeitet hat.

"Insiderwissen." (Die Argumentation kann ich nachvollziehen.)

"Dauert zu lange bis sich ein Externer reindenkt." (Das kann ich nicht verstehen.)

Wenn ein Unternehmen Dinge produziert, deren Nutzung nicht auf den ersten Blick offensichtlich ist, muss man eben erklären. Früher oder später. In so einem Fall macht es dann eben der Vertrieb. Vor Ort. Mit unglaublichem Zeitaufwand. Und Kosten. Welche Kunden verlorengegangen sind auf dem Weg zwischen Expertentext und Vertriebstermin weiß ja niemand.

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